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Filmkritik: „Ocean´s Thirteen“ (USA 2007)

Juli 7, 2007

oceans-thirteen.jpg

Ocean´s Thirteen

Schon vor längerer Zeit, war ich mit einem Freund im Kino und sage vorweg schonmal, dass mir Ocean´s Thirteen besser gefallen hat als der zweite Teil der Reihe, aber nicht an Ocean´s Eleven heranreicht.

Ocean´s Thirteen bildet den nun schon zweiten Ableger des Kinoerfolges „Ocean´s Eleven“, welcher 2002 in die deutschen Kinos kam. Zu Freude aller Fans, findet sich auch im neusten Teil der Ocean-Reihe die Originalbesetzung wieder, welcher aber wie schon in „Ocean´s Twelve“ eine kleine aber prominente Ergänzung wiederfährt. So finden sich neben altbekannten Gesichtern wie George Clooney, Brad Pitt oder Matt Damon – um nur ein paar Akteure zu nennen – nun auch noch Al Pacino und Ellen Barkin in diesem Starensemble ein. Diesmal leider nicht dabei, ist Ocean´s Frau/Freundin, welche in den voragegangenen Teilen von Julia Roberts verkörpert wurde und auch auf Rustys(Brad Pitt) bessere Hälfte alias Catherian-Zeta Jones, müssen die Zuschauer nun leider verzichten.

Wie schon bei den ersten beiden Teilen stellte sich auch in Ocean´s Thirteen wieder die Frage, ob sich diese Ansammlung von Stars nicht eher negativ auf den Film auswirkt. Doch auch diesmal kann davon keine Rede sein, fügen sich die beiden neuen Gesichter doch nathlos in das Geschehen ein und bereichern durch ihre ohne Zweifel erhabene Schauspielkunst das Ensemble ungemein. Obwohl ich mir von Pacino mehr solcher „emotionalen“ und „mimikbezogenen“ Szenen gewünscht hätte, so liefert er auch diesmal wieder eine sehr überzeugende und routinierte Leistung ab. Solch Glanzmomente aber, wie in z.B. „An jedem verdammten Sonntag“, in welchem er sein schauspielerisches Können vollends entfalten konnte, fehlen leider. Dem Rest der Darstellerriege kann man eigentlich nichts negatives abgewinnen. So bemerkt der Zuschauer in jeder Szene, wieviel Spaß und Energie die Akteure rund um George Clooney in ihre Rollen einbrachten. Das ist für den Film positiver Natur, bewirkt dieses Gute Laune-Gefühl doch einen herrlich erfrischenden Filmgenuss.

Auch diesmal, schafften es wieder einige tolle Gags ins Programm, welche niemals übertrieben oder gar deplaziert wirken. Man spürt, dass gleich etwas witziges kommen muss und wird doch immer wieder von noch besseren Einfällen überrascht, mit denen man nie gerechnet hatte.

Auch emfand ich die Gastauftritte einiger alter Bekannter als eine amüsante Idee. So gibt es ein witziges Widersehen mit dem Dieb aus „Ocean´s Twelve“ welcher heute wie damals wieder einmal den Kürzeren zieht und von der Bande gehörig aufs Korn genommen wird. Ist jemanden auch der glatzköpfige Mann, welcher ein Bündel Geldscheine entgegennimmt, so gegen Ende des Films, aufgefallen? Hatte dieser nicht verblüffene Ähnlichkeit mit dem Kerl aus „Ocean´s Eleven“, welcher Ocean zum Schein verprügelt.

Die Musik wurde ja seit dem ersten Teil kaum oder gar nicht überabeitet. Das ist auch gut so. Besser könnte man diese Art der Inszenierung und Soderberghtypischen Drehart nicht untermalen.

Auch die Splitscreens sind wieder mit von der Partie und werden stets passend in entscheidenden Momenten eingesetzt, in welchen der Zuschauer dann den vollen Überblick über die Geschehnisse behält. So ist man immer genau im Bilde, was genau gerade passiert und versteht somit auch einige Rückblenden und Zusammenhänge besser.

Doch trotz all des Lobes, gibt es auch bei diesem Film in paar Kleinigkeiten zu bemängeln. Dabei spielt der doch recht höhepunktlose Storyverlauf die wohl mit größte Rolle. was in „Ocean´s Twelve“ zu viel des guten war, was die komplizierte und von überraschenden Wendungen gezeichnete Story anbelangt, wurde diesmal an genau diesen Mitteln gespart. Erst gegen Ende des Films wiederfährt dem Zuschauer ein kleiner Twist, welcher aber nicht für den Rest entschädigt. Alles wirkt diesmal recht vorhersehbar und zu logisch. Dies nimmt leider einen großen Teil des Spannungs- und auch Überraschungsfaktors heraus. Auch die Idee mit Linus Vater und dessen Hilfe kommt einem als eine vom Vorgänger geklaute Idee vor. Da war es seine Mutter, welche ihm aus dem Schlamassel half.

Auch, hätte ich mir die Storyline um den armen Hotelkritiker mehr ausgebaut gewünscht. Da war einfach zu schnell und apruppt Schluss.

Was die von vielen bemängelte Spielzeit für die einzelnen Stars betrifft, so fand ich diese genau richtig. Alle besaßen die in etwa gleiche Chancen etwas aus ihrer Rolle zu machen und haben diese meiner Meinung nach auch durch die Band sehr gut genutzt.

Alles in allem läßt sich also sagen, dass Ocean´s Thirteen zwar nicht an den weitaus innovativeren ersten Teil herankommt, da einfach die gewissen „Wow-“ oder „Aha-Effekte“ gefehlt haben, aber dennoch fast alles besser macht als sein Vorgänger „Ocean´s Twelve“. Leider lief die Handlung einfach zu geradlinig dem Ende entgegen ohne etwas wirklich überraschendes zu bieten. Doch trotz dieses Mankos, ist Steven Soderbergh mit seinem neusten Werk ein unterhaltsamer (vorläufiger???) Abschluss der Ocean-Filme gelungen, der den Zuschauer mit einem breiten Grinsen den Kinosaal verlassen läßt. Ein echtes Feelgood-Sommermovie eben :).

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2 Kommentare leave one →
  1. April 28, 2008 4:57 pm

    Ich bin mal wieder 100 Prozentig deiner Meinung

Trackbacks

  1. Ocean’s Eleven (2001) « isinesunshine

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