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DVD-Kritik: „Tödliches Vertrauen“ (USA 2001)

Juli 8, 2007

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Tödliches Vetrauen

Trennung der Eltern. Scheidung. Streitigkeiten um das Sorgerecht. All das gehört heutzutage zur alltäglichen Normalität. Vor allem die Kinder leiden stark darunter. Eines davon ist der 12 jährige Danny. Dieser spielt in Harold Beckers(Sea of Love) Film „Tödliches Vertrauen“ eine wichtige Rolle. Seine Eltern trennten sich, reichten die Scheidung ein und wandten sich beide neuen Lebenspartnern zu. Seine Mutter Susan(Teri Polo) steh kurz vor der Heirat mit dem reichen und beliebten Rick Barnes(Vince Vaughn), sein Vater lebt mit seiner neuen Freundin zusammen. Doch gegen all das wehrt sich Danny. So wünscht er sich nicht sehnlicher, als dass die Familie wieder zusammenfindet.

Ihm und auch seinem Vater Frank(John Travolta) ist der neue an Susans Seite nicht geheur. Als dann auch noch der geheimnisvolle Ray Coleman(Steve Buscemi) auf beider Hochzeit auftaucht und behauptet er sei alter Freund von Rick, scheint das Misstrauen umso größer. Eines Abends dann, nachdem Danny erfahren hat dass seine Mutter von Rick ein Baby erwartet, versteckt sich der Junge in dessen Wagen. Rick fährt vor einem Motel vor an dem der zwielichtige Ray schon auf ihn wartet. Er steigt ein und beide fahren bis zu einer ehemaligen Ziegelfabrik. Dort ersticht Rick seinen Nebensitzer. Danny hat natürlich alles mit angesehen und flüchtet zu seinem Vater, wo er ihm alles erzählt. Später dann auf der Polizeiwache, will dem Jungen niemand Glauben schenken. Zu oft schon hat er bei familiären Problemen gelogen oder Dummheiten begangen, bei der die Polizei mit einbezogen wurde. Nur noch sein Vater vertraut ihm…

Harold Beckers Film wird gänzlich von den beiden hervorragenden John Travolta und Vince Vaughn getragen, wobei letzterer leider meist im Schatten seines renommierten Kollegen agiert. Doch dies tut seiner authentischen, durch und durch gelungenen Darstellung keinerlei Abbruch. Er schafft es gekonnt, die Wandlung des freundlichen und netten Ehemannes zu dem psychopathischen Kriminellen, zu vollziehen. Leider hat Vince bis heute nicht den wirklich großen Hollywooddurchbruch gemeistert. Trotz seiner durchweg guten Leistungen in den verschiedensten Rollen, kam er fast nie über das Nebendarstellerdasein hinweg. Ganz anders hingegen John Travolta, welcher als singender Tanzbär in „Grease“ Weltruhm erlangte und ihm somit den Weg zu einer äußerst erfolgreichen Karriere ebnete. Bis heute gehört er zu den Topverdienern Hollywoods und stellte sein schauspielerischen Können in unzähligen Filmen der verschiedensten Machart unter Beweis. So übernahm er in diesem Film die Rolle des Bootsbauers Frank Morrison, für den nichts wichtiger in seinem Leben ist, als sein Sohn Danny. Frank und Rick liefern sich ein packendes Psychoduell, welches vor allem den Drehbuchautoren Lewis Colick, William S. Commanor und Gary Drucker zu verdanken ist.

Die Laufzeit ist mit ca. 80 Minuten zwar recht knapp bemessen, doch so stellt diese Kompaktheit sogleich auch die größte Stärke des Films dar. Der Zuschauer verspürt mehr als deutlich ein schnelles Handlungstempo, welches die Spannungskurve bis zu dem doch etwas fahlen Schluss stetig oben behält und den geneigten Zuschauer regelrecht zu fesseln vermag. Peter Honess reicherte den Film über weite Strecken mit langsamen, wenigen Schnitten an, welche aber in den entscheidenden, actionbetonten Sequenzen merklich an Schnelligkeit zu nehmen. Überhaupt sind die Bilder eher ruhiger Natur. Nur durch den schnellen Storyfluss, der prickelnden Intensität und der recht realitätsnahen Darstellung, wird der Filmfluss am Leben erhalten. Dies ist zu großen Maße auch ein Verdienst von Michael Seresin, dem Mann hinter der Kamera. Allein die intensive Vater-Sohn-Beziehung rührt den Außenstehenden in solchem Maße an, dass er der Handlung richtiggehend mitfiebert. Er baut wahrlich eine persönliche Beziehung zu den beiden auf und hofft, dass alles ein gutes Ende nehmen wird.

Untermalt wird das Geschehen von einem intensiven, treibenden Score für welchen sich Mark Mancina(Training Day) veranwtortlich zeigt. Jeweils passend in den Szenen eingesetzt, vermittelt er diesen eine Dramaturgie, welche die tolle Atmosphäre des Streifens nur noch unterstreicht.

Haorld Becker gelang mit „Tödliches Vetrauen“ ein grundsolider Thriller, welcher vor allem von seinen Hauptdarstellern und dem kompakten und doch spannend in Szene gesetzten Storyfluss lebt. Leider sind einige Szenen mit ein bisschen Kenntnis im Thriller-Genre recht vorhersehbar und auch der Schluss vermag ich im Vergleich zum restlichen Film nicht so recht zu überzeugen. Zu schnell und unspektakulär flimmert der Abspann über den Bildschirm. Auch werden manche Handlungsabschnitte zu schnell und oberflächlich behandelt, es fehlen desöfteren einfach die Zusammenhänge.

Trotz allem, bietet der Film gute und vor allem kurzweilige Genre-Kost, welche den Zuschauer für ca. 80 Minuten in seinen Bann zieht. Unter Berücksichtigung der obig genannten Negativpunkte beläuft sich meine

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