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Kurz reingeschaut: „WAR“ (USA 2007)

Mai 22, 2008

Bei einem Einsatz erschießt Tom Lone (Terry Chen) den geheimnisvollen Yakuza-Killer Rouge. Scheinbar, denn wenig später rächt sich dieser und ermordet gleichzeitig des Cops Frau und Kind. Getrieben von Wut und Vegeltungslust macht sich dessen Partner Jack Crawford (Jason Statham) auf, seinen Freund zu rächen. Denn so wie es aussieht, ist Rouge nach 3 Jahren der Abwesenheit wieder in San Francisco aufgetaucht, um einen Krieg zwischen den Triaden und Yakuza anzuzetteln. Der FBI-Agent nimmt die Verfolgung auf. Aber des Killers Beweggründe scheinen unklar. Erst nach und nach setzt sich das Puzzle Stück für Stück zusammen, bis die schreckliche Wahrheit ans Tageslicht dringt…

Der Name ist bei Stathams neustem Film Programm. Triaden und Yakuza liefern sich einen bleihaltigen Fight, bei dem auf beiden Seiten unzählige Männer ihren Tod finden. Sicherlich nicht die anspruchsvollste Filmunterhaltung, aber schon mit der Nennung des „Transporter“ Darstellers und Jet Li müsste jedem sofort klar sein, was ihn mit Philip G. Atwells Werk erwartet. Das die Story dabei nicht unbedingt die allerneuste ist, versteht sich wohl von selbst. Geschichten über Cops, die ihre ermordeten Partner rächen wollen wurden schon unzählige Male mit immerzu unterschiedlichen Qualitäten verfilmt.

„WAR“ reiht sich dabei in der Mitte ein, nichts wirklich herausragendes, aber auch nichts schlechtes. Grund dafür, ist vor allem der eher Genre untypisch geringe Actionanteil. Wenn es dann jedoch einmal zur Sache geht, wird Brutalität merklich groß geschrieben, was die 18er Freigabe durchaus gerecht zu fertigen weiß. Für die Gunst blutlechzender Betrachter, ist also schon mal gesorgt. Speziell die Kämpfe mithilfe der Samurai-Schwerter sind toll choreographiert und stecken die eher routiniert ablaufenden Schusswechsel locker in die Tasche. Jet Li sieht man sein Alter zwar rein äußerlich deutlich an, doch seine Kampfeskünste bleiben weiterhin große Klasse und bieten immer wieder Anlass zum Staunen.

Staham prügelt sich in gewohnter, einer Mischung aus plumper Haudrauftechnik und Kung Fu gleichender, Kampfesweise durch die bösen Gegnerhorden. Anlass zur Kritik bietet hierbei die sehr geringe gemeinsame Screentime der beiden Actionstars, nur 2-3x kommt es mehr oder weniger zu einem Kampf zwischen den beiden. Ansonsten laufen beider Handlungsstränge eher parallel ab, ohne die Wege der beiden spürbar zu kreuzen. Auch wenn die Story natürlich recht belanglos daherkommt, ist der Storytwist gen Ende nicht zu verachten und zugegebenermaßen sehr überraschend. Doch wie gewonnen so zerronnen, denn das anschließende Finale und der dazugehörige Endkampf sind viel zu kurz und einfallslos geraten. Freut man sich den ganzen Film über auf den Schlussfight, so macht sich Enttäuschung breit hinsichtlich der unspektakulären und zugleich auch etwas unglaubwürdigen, ja beinahe dümmlichen Auflösung der Geschichte. Aber im großen und ganzen kann man „WAR“ sicherlich als kurzweiliges Actionfilmchen empfehlen, welcher aber den großen Erwartungen, die Namen und Idee versprechen, leider nicht gerecht werden kann.

Das gezeigte wirkt hierfür schlicht zu belanglos und austauschbar, als das die Geschichte einen greifbar mitzureißen vermag. Handwerklich sehr souverän, ist der Film sicherlich, um Längen besser als ein B-Movie, doch zu einem Actionreißer fehlt dann doch noch ein ganz großes Stück.

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5 Kommentare leave one →
  1. Mai 23, 2008 10:54 am

    Schönes Review! 😀

    Heute Abend gebe ich mir den Film auch, mal sehen, ob ich Dir als großer Statham-Fan in diesem Falle trauen darf 😛

  2. The-Duke permalink*
    Mai 24, 2008 8:06 am

    Danke für das Lob!…

    Ok, der Abend ist vorbei. Ich warte auf deine Meinung :).

  3. Juni 7, 2008 4:46 pm

    Da sind wir uns ja ziemlich einig in Bezug auf WAR: von mir bekommt er auch 6 Punkte, allerding liegt das zusätzlich noch daran, dass die Macher – meines Erachtens nach – zu viel wollten und die Handlung so deutlich zu verstrickt geworden ist…
    => Review

Trackbacks

  1. MoviezKult » War
  2. WAR (2007) « isinesunshine.de

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