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Shorties: „Der Traum vom großen Geld und eine gar nichtmal so leblose Tote“

September 29, 2008

Nach Oliver Stones Ausflug in den Dschungel Vietnams, führte es ihn 1987  an die New Yorker Wall Street. Besetzt mit dem damals als ernstzunehmenden Charakterdarsteller noch eher unbekannten Michael Douglas, Charlie Sheen und der gänzlich unpassenden Daryl Hannah. Auch Martin Sheen bekam als Filmpapa des eigenen Sprösslings eine Nebenrolle zugesprochen. Was dann folgte war ein ansprechender Finanz-Film, der schon frühzeitig mächtig Fahrt aufnimmt und dieses flotte Tempo bis zum Schluss konstant hält. Mit Ausnahme von Daryl Hannah erwarten den Zuschauer ausgezeichnete darstellerische Auftritte, allen voran der für seine Rolle des Gordon Gecko verdientermaßen oscarprämierte Michael Douglas haut mächtig auf den Putz und nutzte sein Chance, zu einem der ganz Großen aufsteigen zu können. Martin Sheens einsilbiges und starres Antlitz passt anfangs noch zu dem Charakter des strebsamen, aber noch wenig beachteten Brokers. Doch spätestens als die Wende zum erfolgreichen Geschäftmann eintritt, fehlt ihm die nötige Präsenz um seine Geldgier und Eigennützigkeit glaubhaft darstellen zu können. Stones schrieb den Film nach dem Vorbild seines verstorbenen Vaters, der selbst auch an der Börse tätig war und man kann durchaus meinen, dass der Sohn seinem altem Herrn ein ihm würdiges filmisches Denkmal setzte. Die Skrupel und Gewissenlosigkeit der Broker und das von Korruption durchtränkte Finanzwesen hinterlassen letzten Endens wahrlich keinen besonders freundlichen Eindruck des Gewerbes. Die zunehmende Klischeehaftigkeit zu Ende hin, was Handlungsverlauf und Personenentwicklung anbelangt, wirkt deshalb umso weniger plausibel, wenn man der düsteren Skizzierung bis Dato Glauben schenken mag. Da hat sich Stone im Endspurt etwas verstolpert und verfehlt es auf die letzten Meter seiner Intention entsprechend Folge leisten zu können. Nichtsdestotrotz ist „Wall Street“ einer der Besten seiner Art.

Bewertung: 7/10 Punkten

Erstklassiger Film Noir von Otto Preminger, der ganz den Dogmen seines renommierten Genres stilvolle Unterhaltung bietet. Ein klassischer „Who dunnit“ gewürzt mit messerscharfen Dialogen und ausgefeilter Schauplatzgestaltung, der eine knifflige Kriminalgeschichte aller erster Güte bietet. Bekannte Gesichter wie Vincent Price oder Gene Tierney beleben das Geschehen durch ihre schillernde Leinwandpräsenz zudem ungemein. Ein Klassiker, mehr muss man dazu eigentlich gar nicht mehr sagen.

Bewertung: 9/10 Punkten

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